moa theater Hannover
 
 

Leonce und Lena

Georg Büchner

Leonce und Lena sollen heiraten - eine arrangierte Ehe. Der gelangweite Leonce flieht vorher. Seine Braut ebenfalls. Auf der Flucht treibt das Schicksal die beiden zusammen, sie erkennen sich nicht, verlieben sich auf den ersten Blick und heiraten. Happy End!

So knapp die Geschichte erzählt werden kann, so facettenreich ist der Weg, den die Beiden gehen. Wenn man alles hat, wozu dann noch streben/leben? Diese Frage treibt die beiden umher. Büchner hat hier die philosophischen Gedanken seiner Zeit in Szene geschrieben. Dabei spricht er Themen an, die auch heute noch genauso brisant und aktuell diskutiert werden. Es geht um Dekadenz, Sinn des Lebens, politische Glaubwürdigkeit, soziales Gefälle und es geht um Religion.

Diese Inszenierung lebt von einer Langeweile, die dynamischer nicht sein könnte. Die Charaktere sind skurril - bis zur Unerträglichkeit damit beschäftigt, sich die Zeit zu vertreiben.